Impressum    
 
Startseite
VS-Ostbayern
Mitglieder
Veranstaltungen
Lesungen buchen
Berichte und Presse
Kontakt / Impressum
Links
 
 

Horst Janssen

in der Städtischen Galerie „Leerer Beutel“

» zurück
 


Begrüßung durch Dr. Meyer
 Begrüßung durch Dr. Meyer


Sonntag, 07.02.2010

Literarisch-musikalische Janssen-Finissage

Großer Besucherandrang bei der Lesung ostbayerischer Schriftsteller im Leeren Beutel

Ganz gleich, ob lyrisch oder prosaisch, nachdenklich, heiter, philosophisch oder sogar ein wenig spannend - es war vielseitig, was die fünf Autorinnen und Autoren des Schriftstellerverbandes Ostbayerns vor ausgewählten Werken des genialen Künstlers Horst Janssen zur Finissage im "Leeren Beutel" zum Besten gaben. Und es dürfte ein "krönender Abschluss der erfolgreichen Retrospektive sein, die," so Dr. Reiner Meyer, Leiter der Städtischen Galerie bei seinen einführenden Worten, "mit bislang über 6000 Besuchern ein echter Publikumsmagnet war." Entsprechend groß war auch das Interesse an der literarisch-musikalischen Führung, die in dieser Form nun schon zum zweiten Mal im "Leeren Beutel" stattfinden konnte und durch Fagott-Variationen von Benedikt Dreher beschwingt untermalt wurde.


 Publikum


Den Beginn machte Karin Holz mit wortgewaltigen Gedanken zu einem der vielen Selbstporträts des Künstlers, das sie zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Zärtlichkeit zwischen Mann und Frau inspirierte. Anschließend befasste sich Udo Kaube lyrisch mit zwei ganz unterschiedlichen arbeiten Janssens: Ein Frauenbildnis und eine Birkenlandschaft entlockten ihm zarte, wohl gewählte Worte, die nachdenkliches Schmunzeln hinterließen.

Ging es bis dahin um das Leben und seine mitmenschlichen Facetten, breiteten sich mit der ersten Sequenz Susanne Werner-Eichingers vor dem berühmten "Tagebuch der Amaryllis" morbidere Gedanken in den Reihen der Zuschauer aus. Entsprechend eingestimmt lauschten sie dann dem Romanauszug Carola Kupfers vor den Radierungen aus der Serie "Nigromontanus", in dem es um die Frage von Wahrheit und Illusion, um Leben und Tod im Stillleben ging. Verblüffend gut passten dazu die fast schon philosophischen Überlegungen Werner-Eichingers, die sich in einer zweiten Lese-Sequenz ebenfalls mit diesem geheimnisvollen Radier-Zyklus befasst hatte.

Nachdem Udo Kaube sich noch einmal lyrisch einem der eher traurig anmutenden Selbstporträts des Künstlers widmete, wurde es mit Marita A. Panzers Kurz-Krimi vor dem Edgar Allen Poe-Porträt und ihren vergnügt endenden Worten zum toten Hasen Horst Janssens wieder heiterer. Nahezu beschwingt fand man sich zum letzten Text vor einigen der schonungslosen Selbstdarstellungen Janssens ein und durfte sich an Rolf Stemmles eigens für diesen Anlass verfassten Kurzgeschichte erfreuen, die interessante und fiktive Einblicke in das mühevolle Schaffen eines Künstlers und sein Verhältnis zu den Frauen gab - Ähnlichkeiten zu Janssen durchaus beabsichtigt.

"Keine Frage, Horst Janssen, der ja selbst schriftstellerisch tätig war, hätte sich über diese Form der Finissage sicherlich gefreut", fasste Dr. Meyer zufrieden zusammen - eine Fortsetzung dieser künstlerischen Kooperation dürfte folgen.


Karin Holz
 Karin Holz
  Udo Kaube
 Udo Kaube
Carola Kupfer
 Carola Kupfer
  Marita A. Panzer
 Marita A. Panzer
Susanne Werner Eichinger
 Susanne Werner Eichinger
Benedikt Dreher
 Benedikt Dreher
Rolf Stemmle
 Rolf Stemmle